Absentiv

Der Begriff des Absentiv wurde im Jahre 2000 als grammatischer Ausdruck von dem niederländischen Linguisten Casper de Groot geprägt. Der Absentiv stellt eine Verbalform dar, die man in den Bereich Aspekt des Verbs einordnen könnte, und wird verwendet, um auszudrücken, dass eine Person an einem bestimmten Ort nicht anwesend ist bzw. für eine Interaktion nicht zur Verfügung steht, und die im Infinitiv kodierte Handlung den Grund für die Abwesenheit darstellt

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. Mit einer Aussage wie „Thomas ist einkaufen“ wird demnach ausgedrückt, dass Thomas gerade nicht am Ort des Sprechers ist, weil er einkauft (oder auf dem Weg zum/vom Einkaufen ist).

Der Absentiv ist z. B. in den europäischen Sprachen Deutsch, Friesisch, Niederländisch, Ungarisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch und Katalanisch mehr oder weniger ausgebildet zu finden. Für die deutsche Sprache wird sein Status als eigenständige grammatische Kategorie jedoch von einigen Fachleuten in Frage gestellt.

Der Absentiv drückt durch eine grammatikalisierte Konstruktion Abwesenheit aus. Um eine Konstruktion als Absentiv einstufen zu können, muss sie Folgendes ausdrücken können:

Eine typische Situation ist, dass jemand nach einer anderen Person fragt plain football socks, die sich aber derzeit auswärts befindet, weil sie etwa in die Stadt zum Einkaufen gegangen ist. Die Frage nach ihrem Verbleib kann mit dem Absentiv beantwortet werden. Je nach Sprache kann man den Absentiv aber auch auf sich selbst anwenden.

Für die deutsche Sprache werden Konstruktionen als Absentiv angenommen, die nach folgenden Regeln gebildet werden:

Beispiele:

Nicht: Karin ist joggen gegangen. (grammatisch, aber Perfekt von „Karin geht joggen“; das Perfekt des Absentivs wäre „Karin ist joggen gewesen.“)

In der deutschen Sprache kann der Absentiv auch in der 1. Person verwendet werden:

Wenn man ihn in der 1. Person Präsens verwendet, drückt er oft eine Handlung in der Zukunft aus:

Der Absentiv wird ungrammatisch, sobald man ihn nicht im vorgesehenen Sinne verwendet:

Der Absentiv kann nicht mit den syntaktisch durch „am“, „beim“ oder „im“ gebildeten Verlaufsformen kombiniert werden:

Präsens | Präteritum (Imperfekt) | Perfekt | Plusquamperfekt | Futur I | Futur II
umgangssprachlich: Doppeltes Perfekt

Singular | Plural

Indikativ | Konjunktiv | Imperativ
Infinitiv

Aktiv und Passiv im Deutschen

1., 2. und 3. Person

Infinitiv | Inflektiv („Erikativ“) | Partizip

am-Progressiv (noch nicht sicher etabliert), Absentiv (umstritten)