2. Armee (Russisches Kaiserreich)

Die 2. Armee des Russischen Kaiserreichs war eine Armee, die während des Ersten Weltkrieges 1914–1918 an der Ostfront eingesetzt wurde.

Die Armee wurde im Juli 1914 nach dem Eintritt Russlands in den Ersten Weltkrieg mobilisiert. Vom 17. August bis zum 14. September 1914 versuchte die am Narew vorgehende 2. Armee als Teil der Nordwestfront (General Jakow Schilinski) zusammen mit der 1. Armee und der später aufmarschierenden 10. Armee der Kaiserlich Russischen Armee vergeblich, die deutsche Provinz Ostpreußen unter ihre Kontrolle zu bringen. Die 2. Armee unter General Alexander Samsonow drang auf etwa 60 Kilometer Breite zwischen Soldau – Neidenburg – Ortelsburg über die südliche Grenze Ostpreußen vor. Seit 22. August zog sich das deutsche XX. Armee-Korps vor der Übermacht des russischen XIII. und XV. Korps über die Linie Usdau-Neidenburg nach Nordwesten zurück cheap reusable water bottles. Am Abend des 23. August kam es zwischen Lahna und Orlau zu ersten Gefechten.

Am 26. August 1914 begann die Schlacht von Tannenberg, welche zur fast vollständigen Einkesselung der 2. Armee durch die deutsche 8. Armee unter General von Hindenburg führte. General Samsonow hatte das weitere Vorgehen seiner Mitte – XV. und XXIII. Korps unter den Generalen Klujew und Kondratowitsch in Richtung auf Neidenburg angeordnet. Das I. Korps unter General der Infanterie Artamonow deckte die eigene linke Flanke bei Mława und blieb anfangs an der Grenze stehen. Das russische XIII. Korps unter General Martos schwenkte nach Allenstein ein und besetzte diese Stadt kampflos. Gegen die weichenden deutschen Truppen sollte das VI. Korps unter General Blagoweschtschenski über Passenheim weiter auf Bischofsburg vorgehen. Die vorgehenden Truppen Blagoweschtschenskis wurden überraschenderweise von Norden her selbst durch zwei deutsche Korps (I. Res.-K. und XVII. A.K) angegriffen und zurückgeworfen. Am 28. August brach ein von Westen her durch das deutsche I. A.K. angesetzter Angriff nach Osten durch. Die russische 2. Armee, die eigentlich den angenommenen Rückzug der Deutschen abschneiden sollte, war dadurch selbst eingeschlossen worden. Kleinere Einheiten versuchten zwar spontan den Ausbruch, so dass 10.000 Mann durch die dünne Linie der deutschen Kräfte entkommen konnten. Das Gros der 2. Armee kapitulierte am 30. August desorganisiert und demoralisiert mit etwa 92.000 Gefangenen, General Samsonow beging in dieser verzweifelten Lage Selbstmord.

Mitte September begann im Raum Pultusk die Neuaufstellung der 2. Armee, die Anfang Oktober auch den Befehl über den Festungsbereich von Warschau erhielt. Der russische Oberkommandierende Nikolai Nikolajewitsch schlug sein Hauptquartier in Brest-Litowsk auf und übernahm während der Schlacht an der Weichsel die Führung an der russischen Westfront. Die Verteidigung im Raum Warschau und nördlich der Weichsel bis Nowo-Georgiewsk übernahm die 2. Armee unter General Scheideman. Gegenüber der südlichen Grenze Ostpreußens verblieb die Gruppe Narew unter General Nikolai Bobyr, die wiederum Mitte Oktober 1914 durch die aus Litauen herangeführte 1. Armee unter General von Rennenkampff abgelöst wurde. Die 2. Armee wurde zur Verteidigung von Warschau erheblich aufgestockt und verfügte schließlich Mitte Oktober 1914 über sieben Korps:

Am 3. Oktober folgten Abgaben von der 1. Armee:

Bis 10. Oktober verstärkt durch Abgaben von der 10. Armee:

Bis 30. Oktober wurden die Deutschen durch Gegenangriffe auf Schlesien zurückgeworfen. In der Schlacht um Łódź spielten die 2. und 5. Armee ab 20. November 1914 die zentrale Rolle bei der Verteidigung der durch die deutsche 9. Armee umfassten Industriestadt. Das Aushalten Scheidemanns in Lodz erzwang den Rückzug des bereits abgeschnittenen deutschen XXV. Reserve-Korps, das seinen Ausbruch nur wegen des unzureichenden Eingreifens der nördlicher anschließenden russischen 1. Armee erreichen konnte. Erfolge der Österreicher in Galizien zwangen die russische Heeresleitung zur Abgabe von Truppen, deswegen wurde die weit westlich exponierte Stellung in Russisch-Polen aufgegeben. Die 2. Armee gab am 6. Dezember Lodz freiwillig auf und ging Ende Dezember 1914 mit der nördlicher stehenden 1. Armee hinter die Bzura zurück, um in den Stellungskrieg überzugehen.

Infolge der deutschen Narew-Offensive im Juli 1915 wurde die Lage der 2. Armee im Rücken bedroht. Am 5. August 1915 wurde Warschau der deutschen 9. Armee überlassen, der Große Rückzug brachte die 2. Armee in neue Abwehrstellungen im litauischen Seengebiet im Raum Smorgon. Für die Frühjahr-Offensive 1916 zwischen Narotsch und Postawy wurde die 2. Armee auf 350.000 Mann aufgestockt und in drei Armeegruppen gegliedert:

Die russischen Angriffe wurden in der Schlacht am Narotschsee von der deutschen 10. Armee im März 1916 erfolgreich abgewiesen. Die 2. Armee die während der Abwesenheit General Smirnows durch General Alexander Ragosa geführt wurde, erlitt durch ihre Massenstürme im offenen Gelände schwere Verluste.

Fronten:  Nordwest | Nord | West&nbsp water bottled in glass;| Südwest | Rumänische | Kaukasus
Armeen:  1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | 9. | 10. | 11. | 12. | 13. | Donau | Kaukasische | Mandschurische | 1. Mandschurische | 2. Mandschurische | 3. Mandschurische | Besondere