HC Lev Prag

Der HC Lev Prag (HC Lev Praha) war ein 2010 als HC Lev Hradec Králové gegründeter Eishockeyklub, der kurz nach seiner Gründung in die slowakische Stadt Poprad übersiedelte. Zur Saison 2011/12 nahm der Klub den Spielbetrieb in der Kontinentalen Hockey-Liga auf. Im Frühjahr 2012 wurde der Klub von Poprad in die tschechische Hauptstadt Prag übersiedelt. In der Saison 2013/14 gewann der Verein in der KHL die Vizemeisterschaft. Anschließend musste sich der Verein jedoch wegen finanzieller Probleme aus der Liga zurückziehen. Die Heimspiele des Klubs wurden in der Tipsport Arena ausgetragen.

Nachdem Verhandlungen über den Beitritt in die Kontinentale Hockey-Liga zwischen dem tschechischen Eishockeyverband und dem HC Lev Hradec Králové gescheitert waren, entschied sich das Management des Vereins, das Team nach Poprad, Slowakei, umzusiedeln, wo es ab der Saison 2010/11 unter dem Namen HC Lev Poprad an der KHL teilnehmen sollte. Das Team wurde für seine Premieren-Spielzeit in die Bobrow Division eingeteilt.

Am 28. Juli gab die KHL bekannt, dass der HC Lev aufgrund fehlender Genehmigungen durch den slowakischen Eishockeyverband SZLH nicht für den Spielbetrieb der Saison 2010/11 zugelassen würde. Im Mai 2011 wurde der Club in die KHL aufgenommen und nahm zur Saison 2011/12 den Spielbetrieb auf.

Im Frühjahr 2012 wurde der Klub von Poprad in die tschechische Hauptstadt Prag übersiedelt, nachdem ein Abkommen über Ausbildungsentschädigungen mit den tschechischen Eishockeyclubs unterzeichnet worden war. Neue Spielstätte war die Tipsport Arena, die sich der HC Lev mit dem HC Sparta Prag teilt. Als neues Trainerduo wurden Josef Jandač und Jiří Kalous verpflichtet.

Am 6. September 2012 erfolgte das Bully zum ersten KHL-Spiel von Lev Prag. Dabei wurde in der Prager Tipsport Arena Dinamo Riga mit 2:1 besiegt. Das erste KHL-Tor des HC Lev Prag erzielte der Slowake Ľuboš Bartečko. Am 9. Oktober 2012 stellte der HC Lev Prag einen neuen KHL-Zuschauerrekord auf, als die Mannschaft in der O₂ Arena vor 16.317 Zuschauern dem OHK Dynamo durch ein Tor von Alexander Owetschkin mit 0:1 unterlag. Ursprünglich plante Lev alle Spiele in der O₂ Arena zu absolvieren, jedoch scheiterten Verhandlungen mit dem Arena-Management. Schließlich einigte man sich auf vier Termine für die Premierenspielzeit des HC Lev.

Nach einer Niederlagenserie im Oktober 2012 wurde Josef Jandač entlassen und Jiří Kalous übernahm vorübergehend das Traineramt lint razor. Zwei Wochen später tauschte Jandač die Position mit Václav Sýkora, der bis dahin den HC Sparta trainiert hatte und nun neuer Cheftrainer des HC Lev wurde. Letztlich wurde die Saison als Siebter der West-Konferenz abgeschlossen. Allerdings scheiterte der HC Lev direkt in der ersten Playoff-Runde an HK ZSKA Moskau. In der folgenden Saison 2013/14 konnte der HC Lev als erster nicht-russischer KHL-Verein das Finale um den Gagarin-Pokal erreichen. In der langen Finalserie konnte sich erst im siebten Spiel der HK Metallurg Magnitogorsk durchsetzen.

Nach der erfolgreichen Saison 2013/14 hatten die beiden Haupteigner des Teams, die tschechische ČKD Group und das russisch-schweizerische Unternehmen A-Energy, erhebliche Probleme, das Budget für die Folgesaison abzusichern. Dies lag vor allem an einer strategischen Neuausrichtung des Energiekonzerns Gazprom, der mit beiden Eignern kooperiert, und an der Beendigung der Ausschreibung für den Ausbau des tschechischen Kernkraftwerks in Temelín, für das sich das tschechisch-russische Konsortium MRI beworben hatte. Am 1. Juli 2014 gab der Klub die Beendigung des Spielbetriebs und die Auflösung des Unternehmens bekannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Klub noch 13 Spieler unter Vertrag.

Juan Hernández Sierra

Juan Hernández Sierra (* 16. März 1969 in Guane, Pinar del Río) ist ein ehemaliger kubanischer Boxer, der viermal Amateurweltmeister im Weltergewicht war.

Seinen ersten bedeutenden internationalen Titel gewann Hernández 1987 in Havanna, als er Juniorenweltmeister im Leichtgewicht wurde. Er besiegte dort im Finale Kostya Tszyu aus der Sowjetunion.

1988 und 1989 verlor er beim Chemiepokal gegen Siegfried Mehnert. Seine vier Sieg bei Weltmeisterschaften gelangen ihm 1991 in Sydney (Finalsieg über Andreas Otto), 1993 in Tampere (9:3 Punkt-Finalsieg über den Litauer Vitalijus Karpačiauskas, im Halbfinale schaltete er den Ahlener Andreas Otto mit 11:4 aus.), 1995 in Berlin (Finalsieg über Oleg Saitow) und 1999 in Houston. Bei der WM 1997 in Budapest unterlag er dem Russen Saitow im Halbfinale.

Bei den Weltmeisterschaften 1999 wertete das Kampfgericht das Finale gegen Timur Gaidalow, Russland sport bottle water, zunächst für diesen, machte das Urteil jedoch nach Protest Kubas und Abreise der gesamten kubanischen Delegation rückgängig und wertete den Kampf für Hernández.

Etwas weniger erfolgreich waren seine Auftritte an Olympischen Spielen, es gelang ihm bei drei Teilnahmen keine Goldmedaille. 1992 in Barcelona scheiterte er im Finale am Iren Michael Carruth und musste sich mit Silber zufriedengeben. 1996 in Atlanta errang er nach einer Finalniederlage gegen Saitow erneut Silber und 2000 in Sydney scheiterte er bereits im Viertelfinale am späteren Sieger Jermachan Ibraimow aus Kasachstan.

Hernández war von 1990 bis 1997 sowie 2000 kubanischer Meister im Weltergewicht. Weitere Erfolge waren unter anderem je zwei Siege bei den Zentralamerika- und Karibikspielen (1990 und 1993), den Panamerikanischen Spielen (1991 und 1999) und bei Weltcup-Turnieren (1990 und 1998).

1974: Emilio Correa | 1978: Waleri Rachkow | 1982: Mark Breland | 1986: Kenneth Gould | 1989: Francisc Vaștag | 1991: Juan Hernández | 1993: Juan Hernández&nbsp

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;| 1995: Juan Hernández&nbsp buy metal water bottle;| 1997: Oleg Saitow | 1999: Juan Hernández | 2001: Lorenzo Aragón&nbsp thermos stainless steel;| 2003: Lorenzo Aragón | 2005: Erislandy Lara | 2007: Demetrius Andrade | 2009: Jack Culcay-Keth | 2011: Taras Schelestjuk | 2013: Danijar Jeleussinow | 2015: Mohammed Rabii

Rape of Belgium

Als Rape of Belgium (deutsch: Schändung von Belgien) wurde von der alliierten Propaganda der Tatbestand und die Umstände der deutschen Invasion von Belgien während des Ersten Weltkrieges bezeichnet. Der Begriff hatte zunächst eine symbolische Bedeutung und umschrieb die Verletzung der belgischen Neutralität. Berichte von tatsächlichen und vermeintlichen deutschen Gräueltaten gaben ihm schon in den ersten Monaten des Krieges die eigentliche, dem Wortsinn näherkommende Bedeutung. Auch in neueren englischsprachigen Veröffentlichungen wird der Begriff im engeren Sinne zur Beschreibung einer Serie deutscher Kriegsverbrechen in den ersten Monaten des Krieges verwendet.

Die Neutralität von Belgien war im Vertrag von London garantiert worden, das Königreich Preußen war einer der Mitunterzeichner. Der Vertrag von London wurde 1871 bestätigt. Das deutsche Reich übernahm mit seiner Gründung die Verpflichtungen aus den entsprechenden Verträgen.

Der deutsche Schlieffen-Plan beinhaltete jedoch einen deutschen Vorstoß durch Belgien unter Missachtung seiner Neutralität, um die in Ostfrankreich konzentrierte französische Armee und die dortigen zahlreichen Festungen strategisch zu umgehen. Der deutsche Kanzler Theobald von Bethmann Hollweg bezeichnete in diesen Zusammenhang den Vertrag von London als einen „Fetzen Papier“, was in England und im sonstigen Ausland besondere Empörung verursachte.

Bereits in der Nacht vom 1. auf den 2. August 1914 wurde Luxemburg von deutschen Truppen besetzt; am 2. August 1914 stellte Deutschland Belgien ein Ultimatum; in den Morgenstunden des 4. August 1914 begann der Einmarsch in Belgien. Erste Übergriffe fanden in Gemmenich statt.

Der „Wettlauf zum Meer“ mit den alliierten Truppen erstreckte sich bis zum Gebiet rund um die Yser, das von belgischen Truppen gehalten werden konnte. Hier fand die Erste Flandernschlacht vom 20. Oktober bis 18. November 1914 statt.

Das besetzte Belgien wurde in zwei Verwaltungsgebiete gegliedert:

An der Nordgrenze Belgiens wurde das Grenzhochspannungshindernis errichtet, um die Flüchtlingsbewegungen nach den Niederlanden zu verhindern.

Nach dem unerwartet starken Widerstand Belgiens gegen die Invasion kam es in der Anfangsphase des Krieges zu vorsätzlichen Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung und zur Tötung von mehreren tausend belgischen Zivilisten. Die deutschen Truppen befürchteten und vermuteten oft ohne konkreten Anlass belgische Guerilla und Franc-tireurs in den Ortschaften, brannten Häuser nieder und exekutierten Zivilisten. So gab es vereinzelte Erschießungen schon in Lüttich, später in Aarschot (156 Tote), Andenne (211 Tote), Tamines (383 Tote) und in Dinant (674 Tote). Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder. Am 23. August 1914 wurden 674 Einwohner der Stadt Dinant von sächsischen Truppen getötet (Massaker von Dinant), die offensichtlich glaubten, es mit Freischärlern zu tun zu haben. Ob es überhaupt eine größere Partisanenaktivität gegeben hatte, ist heute umstritten (siehe Franc-tireurs).

Der deutschen Armee wurden eine Vielzahl von Übergriffen und Gräueltaten gegen die belgische Bevölkerung sowie zahlreiche Zerstörungen und Verstöße gegen die Haager Landkriegsordnung angelastet; 6.000 Belgier wurden getötet, 25.000 Gebäude in 837 Gemeinden zerstört. 1.500.000 Belgier flohen vor der deutschen Invasion (20 Prozent der belgischen Gesamtbevölkerung). Die von der alliierten Propaganda weidlich ausgeschlachteten Massaker wurden von der deutschen Führung mit dem Hinweis auf angebliche Freischärler gerechtfertigt.

Am 25. August 1914 verwüstete die deutsche Armee die Stadt Löwen (siehe Zerstörung Löwens im Ersten Weltkrieg) und brannte vorsätzlich die Universitätsbibliothek Löwen nieder, wobei 1.000 Handschriften, 800 Inkunabeln und 300.000 Bücher, die in 500-jähriger Arbeit angesammelt worden waren, verbrannten. 248 festgenommene zivile Einwohner wurden erschossen. Die 17. Reserve-Division war zum ersten Fronteinsatz durch Löwen gezogen, als sich ein Schuss löste und Panik auslöste, die sich in einer wilden Schießerei Bahn brach. Die Soldaten drangen in die Häuser ein, aus denen tatsächlich oder vermeintlich geschossen worden war, töteten alle bewaffneten Personen und steckten die Gebäude in Brand. Vieles spricht dafür, dass die in der ganzen Stadt verteilten deutschen Einheiten sich bei der Schießerei versehentlich gegenseitig unter Feuer genommen hatten. Am 29. August musste die Restbevölkerung Löwen verlassen, insgesamt brannten 1.081 Häuser nieder und zahlreiche Kunstschätze gingen verloren.

Die Times vom 29. August 1914 schrieb, deutsche „Hunnen“ hätten sich am „belgischen Oxford“ vergriffen. Der Fall von Löwen wurde letztlich zu einer moralischen und propagandistischen Katastrophe der Mittelmächte. Der wenig später erfolgte „Aufruf an die Kulturwelt“ deutscher Wissenschaftler, in dem kategorisch bestritten wurde, dass unbescholtene belgische Bürger zu Schaden gekommen seien („Es ist nicht wahr, daß eines einzigen belgischen Bürgers Leben und Eigentum von unseren Soldaten angetastet worden ist, ohne daß die bitterste Notwehr es gebot.“) verschlechterte das Ansehen Deutschlands und der Deutschen Armeen im Ausland noch zusätzlich.

In Brabant mussten sich Nonnen unter dem Vorwand entkleiden, sie seien Spione; in Aarschot kam es im August und September zu Gewalttaten gegen Frauen. Plünderung, Mord und Vergewaltigung waren weit verbreitet.

Adolf Hitler lobte später die Erschießungen und Deportationen im besetzten Belgien als geeignetes und vorbildhaftes Mittel zur Vergeltung von Sabotage.

Historiker beschreiben die Darstellung auf alliierter Seite: „Die Invasion von Belgien mit ihrem sehr realen Leiden [wurde] gleichwohl in einer sehr stilisierten Form dargestellt […], die sich in perversen sexuellen Akten, blutrünstigen Verstümmelungen und zeichnerischen Darstellungen von Kindesmisshandlungen mit zumeist fragwürdigen Wahrheitsgehalt erging.“

In Großbritannien machten sich viele “patriotische” Publizisten solchermaßen geartete Darstellungen zu eigen. So beschrieb beispielsweise William Le Queux die deutsche Armee als „one vast gang of Jack-the-Rippers“ („eine große Bande von Mördern nach dem Muster von Jack the Ripper“) und stellte zeichnerisch fiktive Geschehnisse dar, wie zum Beispiel ein nackt aufgehängtes und verstümmeltes Kindermädchen, die Tötung eines Babys mit dem Bajonett oder die „screams of dying women“ („Aufschreie sterbender Frauen“), geschändet und von deutschen Soldaten entsetzlich verstümmelt; er beschuldigte die Deutschen weiterer Ausschreitungen wie des Abschneidens von Händen, Füßen und Brüsten. „Die britischen Propagandisten waren erpicht darauf, die Erklärung des Krieges vom Fokus der Ermordung des österreichischen Kronprinzen und seiner Frau durch serbische Nationalisten auf die moralisch eindeutig zu beantwortende Frage der Invasion des neutralen Belgien abzulenken.“ Lord Bryce, einer der Verfasser des Bryce-Reports, schrieb hierzu: „Irgendetwas stimmt mit unserer sogenannten Zivilisation nicht, wenn sie wegen dieses serbischen Vorfalls in eine so fürchterliche Katastrophe in Europa hineinschliddert“. Kurze Zeit später heißt es in einem Brief aber schon: „Mit einem können wir uns in diesem Krieg trösten: Wir sind alle von der Gerechtigkeit der Sache und seit der Invasion von Belgien auch von unserer Pflicht überzeugt, derentwegen wir das Schwert ergriffen“.

Wenngleich die berüchtigte „deutsche“ Bezeichnung (seitens des Reichskanzlers) des Vertrages von London aus dem Jahre 1839 (Garantie der Neutralität Belgiens durch die europäischen Großmächte) als „Fetzen Papier“ einen großen Teil der Intellektuellen für die Unterstützung des Krieges einnehmen konnte, konnte dies in den Kreisen der Arbeiterschaft weniger Überzeugungskraft entfalten. So meinte beispielsweise der Labour-Politiker Ramsay MacDonald hierzu: „Niemals hatten wir eine geringeren Grund gehabt als diesen, unser Volk zu bewaffnen und ihr Leben zu riskieren“. Britische Armee-Anwerber berichteten von Problemen, die Gründe des Krieges überzeugend darzulegen.

Als der deutsche Vormarsch in Belgien weiterging, begannen die britischen Zeitungen Berichte über deutsche Gräueltaten zu veröffentlichen. Sowohl die seriösen Zeitungen wie auch die Boulevardblätter zeigten weniger Interesse an den offiziellen Berichten aus Belgien, die als „endlose Aufzählung gestohlenen Wohlstands und requirierter Waren“ empfunden wurde. Stattdessen überfluteten zunehmend Aufzählungen von Schändungen und bizarren Verstümmelungen die britische Presse. Der intellektuelle Diskurs zum „Fetzen Papier“ wurde dann mit metaphorischen Darstellungen Belgiens als vergewaltigter Frau versetzt, beispielhaft in den Cartoons von Louis Raemaekers, dessen Arbeiten auch in den USA weite Verbreitung fanden disposable water bottles.

Teile der Presse, beispielsweise der Herausgeber der Times und Edward Tyas Cook, äußerten Bedenken, dass willkürliche und wilde Berichte, von denen sich einige als komplett erdichtete Fälschungen erwiesen, die kraftvolle Gesamtmetaphorik schwächen würden. Deswegen forderten sie eine besser strukturierte Herangehensweise. Auch die amerikanische Presse bezweifelte den Wahrheitsgehalt vieler Berichte. Die Tatsache, dass das britische Press Bureau fragwürdige Berichte nicht zensierte, brachte die britische Regierung in eine delikate Situation.

Das Committee on Alleged German Outrages (Komitee über mutmaßliche deutsche Grausamkeiten) war im Dezember 1914 eventuell ursprünglich lediglich dazu bestellt worden, um in diesen Fällen zu ermitteln. Bryce wurde für diese Aufgabe als besonders geeignet betrachtet, weil er vor dem Krieg deutschfreundlich eingestellt war und in den Vereinigten Staaten eine gute Reputation hatte, wo er als britischer Botschafter gearbeitet hatte. Die investigativen Anstrengungen wurden jedoch durch die beschränkte Zahl vorhandener Zeugenaussagen limitiert. So war „die Kommission im Wesentlichen dazu aufgefordert (…), eine Umfrage vorzutäuschen, die den guten Namen von Lord Bryce an die Stelle der tausenden von fehlenden Namen anonymer Opfer und Geschichten setzte.“ Die Kommission veröffentlichte ihren Report im Mai 1915. Charles Masterman, der Direktor des Britischen War Propaganda Bureau, schrieb an Bryce: „Ihr Report hat Amerika überwältigt. Wie Sie wahrscheinlich wissen, erklären sich nun auch die größten Skeptiker bekehrt, gerade weil Sie ihn unterschrieben haben!“

Nachdem der Bryce-Report bis Juni in zehn Sprachen übersetzt worden war, diente er als Basis für viele folgende Kriegspropaganda, wurde als Quelle für viele andere Veröffentlichungen benutzt und war die Ursache, dass diese Kriegsgräuel ein Leitmotiv der Kriegspropaganda bis zur Hang-the-Kaiser-Kampagne wurde. Beispielsweise veröffentlichte Arnold J. Toynbee 1917 The German Terror in Belgium, der auf die meist zeichnerische Darstellung sexuell motivierter Gewalttaten abhob; so hieß es hier zum Beispiel: „Auf den Marktplatz von Gembloux sah ein belgischer Meldereiter den Körper einer Frau mit einem Schwert an eine Haustür genagelt, das durch ihre Brust gestoßen war. Die Brüste des nackten Körpers waren abgeschnitten.“

Die britische Regierung produzierte regelmäßig bizarre Geschichten und präsentierte sie der Öffentlichkeit, so zum Beispiel, dass belgischen Nonnen an die Klöppel von Kirchenglocken gefesselt und so zu Tote geschlagen wurden, als die Glocken läuteten. Diese Berichte ebneten den Weg für ähnlich geartete Kriegspropaganda.

Viele dieser „Berichte“ wurden in Großbritannien veröffentlicht, um für amerikanischen Beistand im Krieg zu werben. In einem 1929 veröffentlichten Artikel in The Nation heißt es: „1916 brachten die Alliierten alle nur möglichen Gräuelgeschichten vor, um neutrale Sympathie und amerikanischen Unterstützung zu erlangen. Uns wurden jeden Tag […] Geschichten vorgesetzt wie jene von belgischen Kindern, denen die Hände abgeschnitten wurden, einem an eine Haustüre gekreuzigten kanadischen Soldat, Nonnen mit abgeschnittenen Brüsten, die angebliche deutsche Gewohnheit, aus den Gefallenen Glycerin und Fett für Schmierstoffe zu gewinnen, und anderes mehr.“

Die vierte Liberty-Bond-Kampagne von 1918 verwendete ein Remember Belgium Plakat, dass die Silhouette eines jungen belgischen Mädchens zeigte, das von einem deutschen Soldaten vor dem Hintergrund einer brennenden Ortschaft weggezerrt wurde; das „Plakat demonstriert, dass die politischen Führer eine allgemeine Kenntnis von Vergewaltigungen während der deutschen Invasion von Belgien in der amerikanischen Öffentlichkeit voraussetzen konnten.“ Die „Deutschen [konnten] einfach keinen Weg finden […], der effektiven britischen Propaganda über den „Rape of Belgium“ und andere unterstellte Gräuel zu begegnen“. Zum Vermächtnis dieser Propaganda meint Gullace, dass „wirkliches Leiden durch produzierte Märchen suspekt gemacht wurde.“

Adolf Hitler sprach in Mein Kampf von der genialen alliierten Gräuelpropaganda, von der er „unendlich viel gelernt“ habe.

Dem britischen Autor Simon Winder zufolge habe sich die deutsche Armee in Belgien unzweifelhaft brutal verhalten, es bestehe aber nur ein gradueller Unterschied zum Verhalten der Briten in China oder Süd-Afrika.

Die zentralen Erklärungsansätze von John Horne und Alan Kramer, die in der Forschung umstritten sind, lauten wie folgt:

„Die ‚große Furcht‘, von der die einmarschierenden deutschen Armeen erfasst waren water bottle holder running, nahm die Form eines kollektiven Wahns an, dem zufolge feindliche Zivilisten in einem Franktireurkrieg massiv Widerstand leisteten. Hervorgerufen wurde dieser Mythenkomplex durch die traumatischen Erfahrungen in den Kampfhandlungen im Zusammenspiel mit ideologischen und kulturellen Prädispositionen – die Erwartung einer levée en masse nach dem Vorbild von 1870/71 und die paranoide Weltsicht eines Teils des Offizierskorps. Der Wahn entwickelte eine solche Dynamik, daß er eine Million Mann von der Realität des Trugbildes überzeugte.“

„Unerfahrenheit führte zur Disziplinlosigkeit unter deutschen Soldaten; Trunkenheit, ‚Friendly Fire‘, durch Panik verursachte Unfälle, regelmäßige Zusammenstöße mit belgischer und französischer Nachhut führten zur Konfusion; Wut auf die hartnäckige und zunächst erfolgreiche Verteidigung von Lüttich während der Schlacht von Lüttich, Wut auf den belgischen Widerstand insgesamt, die nicht als Selbstverteidigung gesehen wurde; zumeist vorherrschender Hass auf den römisch-katholischen Klerus in Belgien und Frankreich; unklare oder inadäquate deutsche Frontregelungen zum Schutz von Zivilisten und Versagen der deutschen Logistik – dies alles führte zu unkontrollierten Plünderungen und Ausschreitungen etc.“

Am 6. Mai 2001 legte Staatssekretär Walter Kolbow in Dinant einen Kranz am Denkmal für die Opfer des Massakers in Dinant nieder. Das Denkmal trägt die Inschrift: „Gewidmet den 674 Märtyern von Dinant, unschuldige Opfer der deutschen Barbarei“.

2016 legte der Historiker Gunter Spraul ein umfangreiches Buch vor sport bottle water, das den zentralen Punkten von Horne und Kramer aufgrund quellenkritischer Überlegungen widerspricht.

Iglesia de San Agustín (Bogotá)

Coordenadas:

La Iglesia de San Agustín es un templo colombiano de culto católico dedicado a San Agustín de Hipona, se localiza en la esquina de la carrera 7 con calle 7, justo en la parte posterior de la Casa de Nariño (palacio presidencial), en pleno sector histórico de la ciudad de Bogotá y pertenece a la jurisdicción eclesiástica de la arquidiócesis de Bogotá.

El templo hacia parte del antiguo convento de la Orden de San Agustín, consta de planta basilical de tres naves, fue construido entre 1642 a 1668, bajo los parámetros de las construcciones coloniales. En febrero de 1862, la iglesia fue centro de la Batalla de San Agustín, entre tropas del entonces presidente de la República, Mariano Ospina Rodríguez, y otras del general Tomás Cipriano de Mosquera, quien intentaba derrocarlo del poder. El templo alberga importantes obras de arte religioso de origen colonial.

Por su significado histórico, valor arquitectónico y cultural, el templo, fue declarado Monumento Nacional por medio del decreto 1.584 del 11 de agosto de 1975.

En 1575 se estableció originalmente en Santa Fe la Orden de San Agustín. Para comienzos del siglo XVII ya estaba abierto al culto el primer templo de dicha comunidad en la ciudad, que sería una sencilla edificación de la cual se conservan algunos vestigios incorporados a la nave transversal ubicada al extremo sur del templo actual. Hacia 1642 en el lugar donde se encuentra la primera Calle Real (hoy Carrera Séptima) cruzaba el río Manzanares (hoy Río San Agustín, el cual fue cubierto y sobre él pasa la Calle Séptima) en Santa Fe, se dio inicio a la edificación de un nuevo templo de tres naves y del convento adjunto.

La culminación de la obra parece que concuerda con la fecha tallada en la portada, de 1668, aunque la consagración definitiva del templo fue en 1748. Los maestros mayores de la construcción fueron sucesivamente Bartolomé y José de la Cruz wholesale baby socks; el albañil Lorenzo Rodríguez; los canteros Miguel Miranda, Antonio Maldonado, Antonio de la Cruz, Diego Martínez y Luis Lugo; los carpinteros, autores de las armaduras de la cubierta y algunos de los retablos fueron Juan Velásquez, Juan Moreno y Nicolás Rico. La sillería del coro fue realizada por Pedro de Heredia. Un agustino, el R.P. Matías Rico, es el autor del chapitel de la torre.

El 14 de noviembre de 1817 fue fusilada la heroína Policarpa Salavarrieta , sus restos descansan en la iglesia actualmente .

El 9 de septiembre de 1861 el gobierno del General Tomás Cipriano de Mosquera, dictó el decreto sobre “Desamortización de Bienes de Manos Muertas”, o sea, los bienes eclesiásticos fueron expropiados y vendidos en subasta pública. Por lo cual, se ordenó la exclaustración de los Agustinos, y tanto el templo como el convento pasaron a manos del gobierno colombiano, además este último fue convertido en cuartel militar.

En febrero de 1862, la iglesia y el convento fueron el centro de la célebre Batalla de San Agustín, entre las tropas conservadoras (simpatizantes del entonces presidente de la República historic football shirts, Mariano Ospina Rodríguez), y al mando de Leonardo Canal, y las tropas que defendían la causa del general Tomás Cipriano de Mosquera, quien intentaba derrocarlo del poder. En este enfrentamiento la iglesia sufrió serios daños en su sector sur, en el interior desapareció una buena parte de la decoración y parte del archivo documental.

En 1867 la iglesia fue devuelta al culto pero el convento continuó siendo utilizado como cuartel militar, interrumpidamente, hasta 1938, año en la cual se decretó su demolición, la cual se inició en abril de 1940 y en su lugar se construyó el Palacio de los Ministerios. Entre el 9 y 10 de abril de 1948, debido a su proximidad al Palacio Presidencial, el templo fue nuevamente objeto de destrozos a causa de los disturbios y protestas, generados por la muerte de Jorge Eliécer Gaitán.

Las reparaciones de la iglesia han sucedido gradualmente a través de las décadas. Entre 1954 y 1963, éstas fueron dirigidas por el gran pintor de réplicas religiosas y restauraciones el R.P. Nicéforo Rojo, O.S.A. La restauración sistemática empezada en 1980 y finalizada en 1986, fue ejecutada bajo la dirección administrativa del R.P. Cándido Barja, con la dirección arquitectónica del arquitecto Germán Téllez y la ejecución de obra del arquitecto Luis Augusto Izquierdo. La restauración de pintura y decoración mural fue realizada bajo la dirección del experto Rodolfo Vallín.

La iglesia cuenta con una planta basilical de tres naves longitudinales (la principal o central y dos laterales). Igualmente, detrás del altar mayor hay un espacio transitable algo así como un deambulatorio, al cual se le agregaron los vestigios de la iglesia original, que en 1606 abrió la orden por primera vez y en la cual, se destaca la belleza de sus altares de estilo barroco y recubiertos en hojilla de oro, además de los numerosos cuadros e imágenes, entre otros, la escultura de madera y metal de Jesús Nazareno, del artista Pedro de Lugo Albarracín, así como cuadros de la vida de Jesús, de la Virgen, de la Sagrada Familia, de San Agustín y otros Santos de la Orden Agustina. La nave principal o central posee una bóveda falsa de corte elíptico (única en el territorio de la Nueva Granada), el cual es un artesanado con una fina decoración y que cuelga del techo, cuya estructura es de par y nudillo.

Una de las mejores obras del templo es la sillería del coro de San Agustín, trabajada en madera de cedro tallada a mediados del siglo XVII, la cual fue elaborada por el ebanista Pedro de Heredia.

La fachada principal tiene una portada de proporciones esbeltas, conformada por dos columnas tipo toscano sobre pedestales que enmarcan el vano de ingreso en forma de arco de medio punto sport bottle water, el cual tiene las dovelas bien resaltadas. Sobre el vano de ingreso esta una sencilla cornisa, sobre la cual se encuentra la ventana del coro en forma de arco de medio punto, el cual está coronado por un frontón curvo en su ángulo superior, en cuyo interior se halla el escudo de la orden. Una cornisa remata la fachada principal del templo, que sobre el costado nororiental tiene una torre de dos cuerpos adornada con pináculos y que remata en una cúpula apuntada en su cumbre.

Las fachadas eran originalmente blancas, pero se le quitó el pañete, dejando la piedra y el ladrillo a la vista, tal vez buscando resaltar sus características coloniales, pero dicha acción ha suscitado críticas, pues al estar al descubierto causa erosión, generando graves perjuicios para su conservación. Solo la torre se encuentra blanca.

Estructuralmente la iglesia funciona con muros de carga, los cuales son en mampostería mixta, que incluyen piedra, ladrillo, adobe y tapia pisada, sobre los cuales se montaron armaduras de techos en la técnica usual de par y nudillo en maderas traídas de Bojacá (Cundinamarca). La decoración espacial del templo incluye el único artesonado en bóveda elíptica existente en la Nueva Granada, sobre sus tres naves. Posee una sencilla portada en piedra, lo que se podría llamar interpretación santafereña de recursos arquitectónicos renacentistas tomados aquí y allá de los tratados del arte.

La restauración comenzada a partir de 1980 buscaba soluciones técnicas para problemas estructurales tales como el mal estado de las cubiertas y la carencia de instalaciones eléctricas e hidráulicas adecuadas para este tipo de edificio colonial. En el interior se emprendió la recuperación de los rasgos espaciales y decorativos más auténticamente originales del templo. Es así como se recuperaron los colores y acabados más antiguos y se encontró abundante decoración pictórica mural. Así mismo, se recuperó la escalera que unía los dos pisos del desaparecido convento adyacente y se colocó nueva ventanearía completa. La nave occidental recobró su artesonado elíptico original, destruido hacia 1940. Esta restauración fue llevada a cabo principalmente con fondos de la propia Orden de San Agustín, y con la ayuda de la fundación para la Restauración y Conservación del Patrimonio Cultural Colombiano (Banco de la República de Colombia).